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Reiterin übt mit ihrem Pferd auf einem Schweizer Reitplatz vor dem ersten Turnier
4. Oktober 2026
5 min Lesezeit

Brevet und Lizenz im Schweizer Pferdesport: Den passenden Weg wählen

Von der SportHorses.ch-Redaktion

Pferdesport Kaufberatung Swiss Equestrian Ausbildung Turniere
Diplom, Brevet, Lizenz und Sportpferde-Register haben unterschiedliche Aufgaben. So planen Reiterinnen und Reiter in der Schweiz die erste Turniernennung.

Wer in der Schweiz den Einstieg in den Turniersport plant, sollte Ausbildungsweg und Pferdeadministration getrennt prüfen. Auf einer undatierten Informationsseite beschreibt Swiss Equestrian das Diplom als Grundvoraussetzung für weiterführende Brevets und die Lizenz als notwendig für Prüfungen ab einer bestimmten Leistungsklasse. Diese Übersicht ist ein guter Ausgangspunkt, ersetzt aber nicht die Prüfung der aktuellen Ausschreibung und der geltenden Reglemente. Zur Ausbildungsübersicht von Swiss Equestrian.

Was unterscheidet Diplom, Brevet und Lizenz?

Swiss Equestrian beschreibt auf seiner undatierten Seite das Diplom «Grundausbildung Pferd» als Fortsetzung des Attests, mit den Schwerpunkten Reiten, Fahren und Voltige. Beim Diplom Reiten gehören Umgang mit dem Pferd, Theorie und Reiten dazu. Das Diplom Reiten ist dort ausdrücklich als Grundvoraussetzung für weiterführende Brevets genannt. Wer einen Kurs plant, sollte beim Anbieter zusätzlich abklären, welche Unterlagen für den konkreten Lehrgang verlangt werden. Die dargestellten Ausbildungsstufen bei Swiss Equestrian.

Ein Brevet ist nach dieser Darstellung nicht einfach ein Dokument für die Nennung. Swiss Equestrian führt Brevets als Weiterbildung, Turniervorbereitung und Angebot für Reitställe und Vereine auf. Das Brevet «Reiten im öffentlichen Raum» umfasst etwa Führen, Reiten in der Gruppe, Temporeiten und unebenes Gelände. «Gold klassisch» verbindet schulmässiges Reiten mit Gymnastik und Springen. Für die Wahl zählt daher, was im Kurs tatsächlich geübt wird, nicht nur die Bezeichnung. Zu den von Swiss Equestrian aufgeführten Brevetinhalten.

Auf derselben undatierten Seite erklärt Swiss Equestrian, eine Lizenz sei für Prüfungen ab einer bestimmten Leistungsklasse notwendig. Sie könne an Lizenzprüfungen oder teilweise über Klassierungen und Resultate erworben werden; als Voraussetzung werden bestandenes Brevet und Mitgliedschaft in einem Reitverein genannt. Da die Seite keinen Stand nennt, sollten Reiterinnen und Reiter die gültige Anforderung vor der Anmeldung direkt mit der Ausschreibung und dem zuständigen Verband abgleichen. Die Angaben zu Lizenzen bei Swiss Equestrian.

Welches Brevet passt zu meinem sportlichen Ziel?

Die Ausbildungsübersicht von Swiss Equestrian nennt konkrete Zuordnungen, die eine erste Orientierung geben können. Dort wird das Brevet Kombiniert mit schulmässigem Dressur- und Springreiten beschrieben und mit Starts in Dressurprüfungen der Kategorie GA, Springprüfungen der Kategorie B sowie Concours-Complet-Prüfungen der Kategorie B1 verknüpft. Für das Brevet Dressur nennt die Seite Starts in offiziellen Dressurprüfungen der Kategorie GA. Beim Brevet Fahren werden Fahrprüfungen der Kategorie B, Stufen 4 und 5, aufgeführt. Ob dies für eine bestimmte Veranstaltung unverändert gilt, ist vor der Nennung verbindlich zu überprüfen. Zur Übersicht der genannten Startberechtigungen.

Für Käuferinnen und Käufer eines turniererfahrenen Pferdes bleibt die Qualifikation der Person von der Situation des Pferdes getrennt. Resultate eines Pferdes ersetzen weder die eigene Ausbildung noch eine allenfalls verlangte Lizenz. Umgekehrt schafft ein bestandener Kurs nicht automatisch eine Startmöglichkeit in jeder Prüfung. Wer ein Pferd gezielt für eine Disziplin kauft, legt am besten die gewünschte Kategorie, die eigene Ausbildung und die konkrete Ausschreibung nebeneinander. Swiss Equestrian ordnet Brevets auf seiner Informationsseite bestimmten Prüfungen zu.

Eine praktische Reihenfolge für die Planung:

  • Das Ziel definieren: Ausreiten, Dressur, Springen, Eventing, Fahren oder eine andere Reitweise.
  • Beim Ausbildungsanbieter abklären, ob das gewünschte Diplom verlangt wird.
  • Das Brevet nach Kursinhalt und der publizierten Zuordnung auswählen.
  • Die Vereinsmitgliedschaft berücksichtigen, wenn eine Lizenz angestrebt wird.
  • Vor jeder Nennung Ausschreibung, Reglement und Pferdeunterlagen kontrollieren.

Diese Reihenfolge ersetzt keine Ausschreibung. Sie verhindert aber, dass ein Pferdekauf, ein Kurs oder die Saisonplanung auf einer bloss vermuteten Startberechtigung aufbaut.

Was ist beim Pferd zusätzlich zu prüfen?

Auf einer ebenfalls undatierten Seite schreibt Swiss Equestrian, dass Pferde in Dressur, Springreiten, Eventing, Fahren, Endurance, Voltige, Reining und TREC für offizielle Turniere im Sportpferde-Register eingetragen sein müssen und eine UELN- sowie Transpondernummer benötigen. Die Seite bezeichnet die Eintragung als obligatorisch, einmalig und lebenslang gültig. Weil für diese Teilnahmevorgaben auf der Seite kein Stand angegeben ist, ist vor einer Nennung die aktuelle Ausschreibung beziehungsweise die aktuelle Verbandsinformation massgeblich. Zur Informationsseite Sportpferde-Register.

Für die Eintragung nennt Swiss Equestrian auf dieser Seite einen gültigen Pass mit Signalement, aktuelle Impfungen sowie das ausgefüllte Formular zusammen mit dem Pferdepass. Weiter steht dort, die Registrierung müsse für Turnierteilnahmen jährlich mittels Gebühr aktiviert werden; ohne Zahlung sei eine Anmeldung auf my.swiss-equestrian.ch nicht möglich. Die Frist werde mit dem Nennschluss der ersten Veranstaltung im laufenden Jahr angegeben. Prüfen Sie diese Angaben vor dem Start in den jeweils geltenden Unterlagen. Die publizierten Eintragungsbedingungen.

Bei einem Kauf nennt Swiss Equestrian für den Besitzerwechsel Formular, Zahlungsnachweis und Original-Pferdepass. Änderungen am Pass, etwa am Signalement, müssten laut der Seite durch eine zugelassene Tierärztin oder einen zugelassenen Tierarzt vorgenommen und anschliessend an Swiss Equestrian weitergeleitet werden. Der Verband bezeichnet den Pass ausdrücklich als Ausweisdokument, nicht als Eigentumsnachweis. Was ein Pferdepass belegt und was nicht, haben wir separat zusammengefasst; zur Registerinformation von Swiss Equestrian.

Wie wird aus der Planung ein ruhiger Einstieg?

Behandeln Sie die drei Ebenen getrennt: Können und Ausbildung der Person, Eignung des Pferdes sowie die Unterlagen für die Nennung. Ein Reitverein und ein qualifizierter Ausbildungsanbieter können helfen, einen Kursweg dem tatsächlichen Stand anzupassen. Für die administrative Seite lohnt sich eine vollständige Mappe mit Pass, Registerinformationen, Impfunterlagen, Angaben zum Besitzerwechsel und Ausschreibung. Swiss Equestrian verweist auf seiner Ausbildungsseite zudem auf Kursdaten und Anbieter im Kurskalender. Zur Kurs- und Ausbildungsinformation.

Die entscheidende Kontrolle findet kurz vor der Nennung statt: Passt die gewünschte Prüfung zur Ausbildung? Sind die verlangten Pferdeunterlagen vorhanden? Und was schreibt die aktuelle Ausschreibung ausdrücklich vor? Wer diese Fragen vor dem Kauf, Kursbeginn und Nennschluss beantwortet, kann den Turniereinstieg sachlich planen statt fehlende Formalitäten unter Zeitdruck nachzureichen.

Häufige Fragen

Brauche ich für jedes offizielle Turnier eine Lizenz?

Die undatierte Swiss-Equestrian-Übersicht sagt, eine Lizenz sei ab einer bestimmten Leistungsklasse notwendig. Ob dies für eine einzelne Prüfung zutrifft, muss anhand der aktuellen Ausschreibung bestätigt werden. Zu den Lizenzangaben.

Genügt ein registriertes Pferd für die Nennung?

Swiss Equestrian nennt auf seiner undatierten Registerseite zusätzlich die jährliche Aktivierung durch die Gebühr. Vor der Nennung sind daher die aktuellen Anforderungen zu kontrollieren. Zum Sportpferde-Register.

Ist der Pferdepass ein Eigentumsnachweis?

Nein. Swiss Equestrian bezeichnet den Pass auf der Registerseite als Ausweisdokument, nicht als Eigentumsnachweis. Mehr zum Pass und Register.